Informatives zum Dennacher Troll

Die Sage

Der Sage nach gab es in den Wälder von Dennach einen Troll, den man herbeirufen konnte um sich die besten Beeren und Pilze zeigen zu lassen. Dies tat er jedoch nur um von seiner eigentlichen Aufgabe abzulenken, den Schatz der Elfen (einen goldenen Pilz) zu bewachen.

Die Maske und das Häs

Die geschnitzte Holzmaske schließt mit einem Fell bis über die Schultern ab.
Das Häs besteht aus Hose, Hemd und Weste die in Naturfarben gehalten sind.

Der Verein

Der Verein der Dennacher Troll e.V. wurde am 11.11.2011 in Dennach gegründet und als gemeinnütziger Verein eingetragen.
Derzeit haben wir rund 35 Mitglieder wobei 18 Häs- und Maskenträger sind.

Narrenruf: Finger weg – vom Pilz!

Obertroll: Jürgen Männicke
Vizetroll: Diana Kälber

Kontaktdaten:
Dennacher Troll e.V.
Wagenweg 5
75305 Neuenbürg-Dennach
Tel. 07082 / 413498
Fax 07082 / 793333

Die Sage - der Troll

Eine Sage aus den Wäldern um Dennach

Beim Conweiler Stein nicht weit vom Dörfch Dennach entfernt, soll einmal ein Troll gelebt haben, von dem behauptet wird, daß er zwar sehr häßlich, doch den Menschen wohlgesonnen war. So habe er des öfteren geholfen, wenn jemand Beeren oder Pilze sammeln wollte. Man mußte sich nur mitten im Wald unter eine Eiche stellen und den Troll rufen. Dieser kam dann herbei und führte einen zu den besten Sammelplätzen.

Niemand ahnte jedoch, daß der Troll nur so freundlich war, weil er nicht wollte, daß man alleine durch den Wald ging. Schließlich hat jeder Troll einen Schatz zu hüten. So war es auch bei diesem. Sein Schatz war ein goldener Pilz. Eigentlich gehörte der Pilz den Waldelfen. Diese hatten den Troll nur als Wächter auserkoren, weil er der gescheiteste und listigste unter allen Waldgeister war.

Aber, wie so oft im Leben, gibt es immer jemanden, der noch gescheiter ist als man selbst. Und so kam es wie es kommen mußte. Zwei schlaue Brüder dachten sich einen durchtriebenen Plan aus, um an das geheime Versteck zu gelangen. Eines Tages gingen sie beide in den Wald. Der eine verbarg sich hinter einem Strauch, der andere stellte sich hin und rief: „Guter Troll! Komm geschwind, und zeig mir wo die Beeren sind!“ Sogleich kam der Troll herbei und sagte zu dem Mann, daß er ihm folgen solle. Die beiden gingen los. Als sie zwischen den Bäumen verschwunden waren kam der andere Mann hinter seinem Strauch hervor und machte sich sofort daran. genau in der entgegengesetzten Richtung nach dem Schatz zu suchen. Er schaute unter jeden Busch und unter jeden Strauch. Er wollte schon aufgeben, denn schließlich konnte der Troll jeden Moment zurückkommen. Da erblickte er in der Ferne ein goldenes Blitzen und als er darauf zuging, sah er den goldenen Pilz. Voll diebischer Freude nahm er das edle Stück an sich und steckte es in seine Jackentasche. Dann machte er sich, so schnell er nur konnte, auf den Heimweg. Dort erwartete in schon sein Bruder. Doch was sie nicht wissen konnten war, daß der Dieb von den Waldelfen bei seinem Raub beobachtet worden war. Diese hatten dem Troll auch gesagt wer der Dieb war. Der Troll legte in seiner Wut einen bösen Fluch auf die beiden Brüder, worauf diese wenige Tage später starben.

Man kann heute noch in den Wald gehen, um den Troll zu rufen. Doch soll dies nicht ratsam sein, denn seit jener Zeit führt er die Menschen nur noch zu den giftigsten Beeren und Pilzen, die der Wald zu bieten hat.


Quellenangabe
Steve & Wurster: Sagen aus dem Schwarzwald, Jost-Jetter Verlag 2004, ISBN 3-931388-01-8