Chronik der Christuskirche in Dennach

Am 17. Mai 1903

wurde die evangelische Christuskirche Dennach eingeweiht. Sie steht nun schon über 11 Jahrzehnte; und bei dieser Gelegenheit mag man wohl gerne etwas über das kirchliche Leben in Dennach und über die Baugeschichte unserer Kirche erfahren. Aus alten Aufzeichnungen sind aufschlussreiche Einzelheiten ersichtlich, die teilweise bei einigen Dennachern noch in guter Erinnerung sind.

In den Jahren von 1479 bis 1903

mussten die Leute von hier nach Feldrennach zum Gottesdienst gehen. Seit dem Jahre 1867 hat Dennach einen eigenen Friedhof. Vorher wurden die Dennacher in Feldrennach getauft, konfirmiert, getraut und beerdigt. Aus dieser Tatsache heraus erklärt sich auch die Bezeichnung Kirchweg, die auch heute noch landläufig für den Feldrennacher Weg benutzt wird.

In der Zeit vor 1479

gehörte Dennach zum Kirchspiel Gräfenhausen, hatte sogar eine eigene Kapelle, die den Aposteln Petrus und Paulus geweiht war und besaß einen eigenen Friedhof; sie hieß Peter-und-Paul-Kirche. Allerdings kam nicht der Pfarrer von Gräfenhausen bzw. Feldrennach nach Dennach zum Predigen, vielmehr wurden die Predigten von den Mönchen des ehemaligen Klosters Herrenalb gehalten. Dies aber nur 4 Mal im Jahr. In der übrigen Zeit musste man nach Feldrennach bzw. nach Gräfenhausen gehen, um das Wort Gottes zu hören.

Während des 30-jährigen Krieges

fiel diese Peter-und-Paul-Kirche den furchtbaren Plünderungen und Verwüstungen zum Opfer, sie wurde ein Raub der Flammen. Sie hatte im ehemaligen Schulgarten gestanden, also da, wo heute das bürgerliche Gemeindehaus steht, bzw. die Feuerwehr bis 1990 ihr Magazin hatte. Die allgemeine Not und das Elend, das die Folgezeit des langen Krieges kennzeichneten, taten das Übrige, um alles vollends in Vergessenheit geraten zu lassen und dem endgültigen Zerfall preiszugeben. So kamen die Dennacher in eine enge Verbundenheit mit dem Kirchspiel Feldrennach. Ein Stellenwechsel der Pfarrei Feldrennach gab im Jahre 1889 den Anstoß zur Auflösung des Kirchspiels. Dennach aber blieb damals bei Feldrennach, während Schwann sich herauslöste und eine eigene Pfarrei erhielt. Erst als auch Dennach seine eigene Kirche hatte, erfolgte durch Erlass des Königlichen Ministeriums vom 1. April 1903 die Lösung von Feldrennach und die Zuteilung zur Pfarrei Schwann.

erstmals 1890/1891 entrichtet

Als im Zeichen der Bismarckschen Innenpolitik Kirche und Staat getrennt wurden, musste das Kirchenvermögen neu aufgenommen und gesichtet werden. Von dem vorhandenen allgemeinen Vermögen wurde auf Wunsch des bürgerlichen und des Kirchengemeinderats am 20. März 1890 die Summe von 1.000 Mark in einen Kirchenbaufonds genommen. Damit ist zum ersten Mal der Wille zu einer eigenen Kirche bekundet worden. In diesen Fonds zahlte die Gemeindepflege jährlich 120,00 Mark. Zunächst war dieser Betrag auf sieben Jahre genehmigt. Er wurde erstmals 1890/1891 entrichtet.

Am 2. Februar 1892

weilten Konsistorialrat Römer und Dekan Cranz anlässlich der Stellung der Filiale zur Mutterkirche in Dennach. Bei einer Sitzung mit dem Kirchengemeinderat wurde der Beschluss gefasst, in Dennach eine eigene Kirche zu errichten. Das gemeinschaftliche Ober Amt beauftragte den Oberamtsbaumeister Link aus Neuenbürg, einen Plan zu fertigen und einen Kostenvoranschlag aufzustellen. Wegen Arbeitsüberhäufung gab dieser jedoch seinen Auftrag an den Bauführer Fuchs weiter, der damals den Kirchenbau in Höfen leitete. Fuchs errechnete wohl einen Kostenaufwand von 15.000 Mark, brachte aber keinen Plan. Das entmutigte sehr und der aufgeflackerte Bauwillen kam wieder zum Erliegen. Der Kirchengemeinderat beschloss, dass Dennach am liebsten in seiner alten Verbindung mit Feldrennach bleiben möchte. Man wollte mindestens so lange warten, bis das Baukapital von damals 1.300 Mark auf 5.000 bis 6.000 Mark angewachsen war.

Noch fragwürdiger wurde alles, als auf Anordnung des Ober Amts die Gemeindepflege keine Zahlung mehr in den Kirchenbaufonds zahlen durfte, denn das Forstamt und die Firma Krauth & Co. als größte Steuerzahler hatten beim Ober Amt gegen diese Zahlungen Einspruch erhoben. Nun klagte man der Oberkirchenbehörde die Not und diese überlies dann 300 Mark aus der Pfingstkollekte dem Dennacher Kirchenbau. Das gab neuen Mut zu dem fast aufgegebenen Unternehmen. Am 26. Dezember 1896 wurde der Calwer Stadtbaumeister Honecker beauftragt, in Anlehnung an die Calwer Friedhofskapelle einen Plan für einen Betsaal mit etwa 200 Sitzplätzen auszuarbeiten. Als Baukosten wurden 9.000 bis 10.000 Mark angenommen. Im April 1897 erklärte der Kirchengemeinderat feierlich, dass die Dennacher den ernstlichen Willen haben, eine Kapelle zu erbauen, sofern sich die Mittel hierfür aufbringen lassen. Und die Mittel gedachte man so zu erhalten, dass zu dem vorhandenen Kapital von 2.000 Mark die bürgerliche Gemeinde 4.000 Mark gibt. Vom Staat und durch kirchliche Unterstützung glaubte man weitere 4.000 bis 5.000 Mark zu bekommen. Die letzte Annahme erwies sich jedoch als viel zu kühn. Nun kam die Platzfrage. Zur Verfügung stand nur der gemeindeeigene Platz des Armenhauses. Damit wäre die Kirche auf den Platz der einstigen Peter-und-Paul-Kirche gekommen. Später aber stellte Schultheiß Hörter einen Teil seines Ackers in den unteren Hausäckern zur Verfügung. Dieser Platz wurde dann auch für 500 Mark erworben. Inzwischen hatte auch Stadtbaumeister Honecker einen Plan vorgelegt, der allgemeine Zustimmung fand. Diesen Gegebenheiten, Plan und Platz, weckte den Opferwillen der Dennacher. Christiane Barbara Pfrommer, geb. Neuweiler gab 500 Mark, die bürgerliche Gemeinde 10.000 Mark.
Nachdem der vom Stadtbaumeister Honecker erstellte Plan durch Baurat Frey noch eine Änderung erfahren hatte und ein Bauausschuss, bestehend aus Pfarrer Jung, Feldrennach, Schultheiß Hörter und Kirchenpfleger Gräßle, Dennach, gegründet worden war, konnte am 27. August 1902 der Bau in Angriff genommen werden. Auf 1. April 1903 sollte er fertig sein. Der Kostenvoranschlag belief sich auf 10.700 Mark.

 

Am 17. Mai 1903 konnte die Dennacher Kirche eingeweiht werden

Der „Enztäler“ vom 23. Mai 1903 berichtete ausführlich darüber. Die Vertreter der Kirche, des Ober Amtes und der Gemeinde vereinigten sich mit den Bewohnern des ganzen Dorfes zum kirchlichen Zuge, der sich unter dem Geläute der Glocken langsam vom Rathaus zur Kirche bewegte. Hier übergab Stadtbaumeister Honecker den Schlüssel dem zukünftigen Geistlichen, Pfarrverweser Frick, Schwann. Nun folgte der feierliche Einzug in das mit Tannengrün geschmückte Gotteshaus, das Prälat Dr. v. Wittich weihte.
Um 12 Uhr begab man sich zum Festmahl in das Gasthaus Hirsch. Bei seiner Tischrede brachte Prälat Dr. v. Wittich ein dreifaches Hoch auf den König aus, denn seine Majestät der König hatte allergnädigst geruht, der Filialgemeinde Dennach für ihren Betsaal 700 Mark Staatszuschuss zu gewähren. Hierfür hat der Kirchengemeinderat seiner Majestät dem König ehrfurchtsvollsten Dank ausgesprochen.
Dass man sich auch schon vor 113 Jahren in der Aufstellung von Kostenvoranschlägen irrte, bewies die endgültige Abrechnung. Sie belief sich einschließlich Bauplatz auf 18.500 Mark. Das war eine Überschreitung von 7.800 Mark. Die bürgerliche Gemeinde streckte das Geld unverzinslich vor, es sollte innerhalb 20 Jahren zurückerstattet werden, sofern es nicht durch Gemeinderatsbeschluss ganz erlassen wird.
So kamen die Dennacher zu ihrer eigenen Kirche. Sie war zwar noch ohne elektrisches Licht und ohne Heizung. Die Dennacher konnten aber mit Recht stolz darauf sein.

Die ersten beiden Glocken

stammten aus der Glockengießerei Kurtz Stuttgart. Sie fielen dem 2. Weltkrieg zum Opfer. Die heutigen Glocken goss die Firma Bachert in Heilbronn. Die kleinere Glocke stiftete Albert Pfrommer vom Holzbachtal, während die größere Glocke die Kirchengemeinde und die bürgerliche Gemeinde zusammen bezahlte. In den letzten 6 Jahrzehnten hat die Dennacher Kirche im Bauwesen einige Änderungen erfahren.

1958 bis 1960

wurde ein Glockenturm an der Vorderseite angebaut. Dadurch hat sich das Äußere der Kirche wesentlich verändert. Aber auch im Inneren ergaben sich hierdurch zusätzliche Perspektiven. So ist zum einen ein schöner Eingang hinzugekommen, zum anderen wurde ein Turmzimmer geschaffen, in dem bis zum Jahr 2004 regelmäßige Zusammenkünfte stattfanden wie Bibelstunde, Jugendkreis und Jungschar, aber auch die Kirchengemeinderatssitzungen.

Seit 2004 finden diese in dem neu errichteten evang. Gemeindehaus hinter der Kirche statt.


1963

wurde das Geläute durch eine 3. Glocke ergänzt. Gleichzeitig wurde dieses mit einer elektrischen Läute-Anlage vervollständigt.

Zu Weihnachten 1966

hatte die Christuskirche Dennach erstmals ihre Orgel, die von der Firma Walcker, Ludwigsburg, hergestellt wurde. Vorher wurde die Kirchenmusik durch ein Harmonium begleitet.


In den Jahren 1976 bis 1977

hat der Kirchengemeinderat Dennach mit Pfarrer Dieter Vallon Aktivitäten unternommen, einen Kindergarten in Dennach zu integrieren. Das war ein schwieriges Unterfangen, da die Anzahl Kinder in Dennach an der damals unteren Grenze lag. Aber mit Hilfe des kirchlichen Verwaltungsstellenleiters in Neuenbürg, Hr. Bischoff, gelang es in vielen Gesprächen und Sitzungen mit der Stadtverwaltung Neuenbürg einen Kindergartenvertrag abzuschließen.

Am 15.02.1978

wurde dann der Kindergartenvertrag zwischen der Stadt Neuenbürg und der ev. Kirchengemeinde Dennach abgeschlossen. Die Stadt Neuenbürg stellte die Räumlichkeiten im alten Schulhaus zur Verfügung, die ev. Kirchengemeinde übernahm den Betrieb und die Verwaltung und trug an dem jährlichen Abmangel 5.000,- DM.

Die Eröffnung des einklassigen Kindergartens war am 07.08.1978.

Fr. Christel Hesse wurde zum 01.08.1978 als Leiterin des Kindergartens eingestellt. Bereits Anfang der 90er Jahre wurde diese 1 Gruppe zu groß. Es musste eine Erweiterung mit einer 2. Gruppe her. Am 18.11.1993 wurde der Kindergartenvertrag zum 2-klassigen Kindergarten erweitert. Der jährliche Abmangel wird von der Kirchengemeinde mit
15.000,- DM getragen. Die Eröffnung der 2. Kindergartengruppe war dann am 01.12.1993 im alten Lehrerwohngebäude beim alten Schulhaus.


Mit der Erstellung des Haushaltsplans für 1995 hat die Landeskirche angeordnet, dass der Betrieb des Kindergartens durch die ev. Kirchengemeinde Dennach eingestellt werden muss, da der Abmangel von 15.000,- DM nicht mehr von der Kirchengemeinde finanziert werden kann. Die Kirchengemeinde musste deshalb den Kindergartenvertrag am 02.05.1995 zum Ende des Jahres 1995 kündigen. Ab 01.01.1996 wurde dieser dann von der Stadt Neuenbürg betrieben und besteht heute noch.

1981/82

Durch das Engagement des Hr. Pfarrer Frey hat die Kirche 1981/82 nochmals eine Erweiterung erfahren. Architekt Hummel aus Dennach verstand es, die Vergrößerung der ehemaligen Sakristei mit dem Einbau einer Toilette so zu gestalten, dass es sich vorzüglich in den Charakter der Kirche einfügte. Gleichzeitig wurde das Turmzimmer erneuert, in dem dann auch eine Kaffeeküche für kleinere Veranstaltungen ihren Platz fand.

 

Das Gotteshaus ist den Dennachern im Laufe der 80 Jahre geradezu ans Herz gewachsen und ein Stück Heimat geworden. Auch im gesamten Umkreis ist die Dennacher Christuskirche bekannt als eine Kirche mit warmer Atmosphäre, erzeugt durch Verwendung von heimischen Holzarten als hauptsächlichen Baustoff, sowie durch den warmen Teppichboden und der bequemen Bankpolsterung.

1983

Im Jubiläums-Gottesdienst zum 80-jährigen Bestehen am 15. Mai 1983 brachte Pfarrer Dieter Frey den Gemeindegliedern dies in Erinnerung und würdigte dieses Jubiläum. Das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg hat im Rahmen der Erfassung von Baudenkmalen die Christuskirche Dennach als Denkmal nach § 2 Landesdenkmalschutzgesetz in die Liste der Baudenkmale aufgenommen. Dies wurde der Kirchengemeinde Dennach von der Stadtverwaltung Neuenbürg am 08.06.2000 mitgeteilt.

In den Jahren 1998 und 1999

diskutierte der ev. KGR Dennach unter der Federführung von Herrn Pfarrer Dieter Frey mehrfach die Möglichkeiten, wie das Leben innerhalb der ev. Kirchengemeinde geweckt werden kann. Da nur das Turmzimmer der Kirche als einziger Versammlungsraum vorhanden ist, sollten andere Möglichkeiten untersucht werden, um mehr Gruppen und Kreise aktivieren zu können. Am 07.09.1999 wird deshalb der Grundsatzbeschluss gefasst, ein Gemeindehaus hinter der Kirche zu erstellen.
Es folgen Besprechungen beim ev. OKR Stuttgart mit den Herren Häfele und Müller. Für den KGR Dennach ein voller Erfolg. Die Maximalkosten dürfen 800.000,- DM nicht überschreiten. Es werden 40% aus dem Ausgleichsstock und 15% vom Kirchenbezirk Neuenbürg finanziert. Ein Darlehen wird notwendig über 80.000,- DM. Der Rest aus freien Mitteln und Spenden. Am 29.08.2000 wird Architekt Heinz Hummel vom ev. OKR Stuttgart zur Vorplanung beauftragt. Damit das Gemeindehaus den richtigen Platz bekommt, müssen mit den Nachbarn versch. Grundstückstauschgeschäfte erfolgen. Dies bekommt Architekt Heinz Hummel mit sehr viel Geschick durchgesetzt. Am 05.03.2002 werden die Gesamtkosten auf 860.000,- DM = 440.000,- EUR erhöht. Der Saal wird 68m² groß, der Jugendbereich 44,4m² und der Sitzungssaal des KGR 14,7m². Aus dem Sonderprogramm ‚Der Jugend Räume schaffen‘ werden weitere 20.000,- EUR bewilligt.


Am 08.05.2003

erfolgt der Spatenstich zum Neubau des Gemeindehauses und am

05.09.2003

wird Richtfest gefeiert. Die Offizielle Einweihung des Gemeindehauses mit Schlüsselübergabe ist am 27.06.2004 mit Prälat Claus Maier, Reutlingen.

Im Jahr 2004

haben viele freiwillige Helfer in Eigenarbeit unter der Leitung von Kirchenpfleger Eugen Lauser und der Aufsicht und Mitarbeit von Architekt Heinz Hummel insgesamt 1.648 Stunden geleistet. Ein deutlicher Beitrag zur Mitfinanzierung des Gemeindehauses. Die Gesamtkosten des Gemeindehauses betrugen zum Schluss 488.155,-€, einschließlich der Eigenleistungen i.H.v. 21.061,-€. Die Finanzierung erfolgte durch Förderung des ev. OKR Stuttgart mit 168.000,-€, des Kirchenbezirks mit 68.000,-€, Zuschüsse Land und Landkreis von 20.700,-€. Sonderopfer und Spenden beliefen sich
auf 42.311,- €. Der Rest wurde aus Eigenmittel und Rücklagen gedeckt.
Seit der Einweihung des Gemeindehauses finden dort regelmäßig Gemeindefeste statt, die Jugend hat sich etabliert, ein Frauenkreis nutzt die Räumlichkeiten und selbstverständlich auch der Kirchengemeinderat für die regelmäßigen Sitzungen. Es gibt auch immer wieder Benefizkonzerte, zu denen Menschen aus der größeren Umgebung dazu kommen, Jugendveranstaltungen auf Bezirksebene und auch der Kirchenbezirk tagt hier von Zeit zu Zeit. Die Räumlichkeiten können seit 31.07.2009 für Veranstaltungen auch gemietet werden, wenn die Interessen der Kirchengemeinde gewahrt bleiben.

Im Jahr 2012

wurde die Christuskirche im Inneren saniert. Auslöser war die marode Röhrenheizung, bei der immer mehr Heizrohre ausfielen. Bereits seit 2007 wurde hierfür zu Spenden aufgerufen und es ist beachtlich, wie viele Spenden in dieser Zeit eingingen. Hinzu kam auch die Gewissheit, dass solche Maßnahmen auch vom Kirchenbezirk und der Landeskirche unterstützt werden. Am 22.05.2012 war es dann soweit. Der Beschluss wurde vom Kirchengemeinderat gefasst, eine neue Röhrenheizung zu installieren mit zusätzlichen Maßnahmen wie der Orgelsanierung, dem Fußbodenaufbau der Kirchenbänke, neuer Teppichboden und der Installation einer modernen Medien-Anlage.
Unserem Pfarrer Friedhelm Bühner und dem Kirchengemeinderat ist es wichtig, dass die Kirche wieder verstärkt in Anspruch genommen wird, dass sie eine einladende Atmosphäre ausstrahlt und durch die neue Medientechnik auch zeitgemäß genutzt werden kann. Aber auch die Substanzerhaltung und der historische Charakter der Kirche, die erstmals im Jahr 1903 eingeweiht wurde, steht im Vordergrund. Das Konzept und die Organisation der Arbeiten wurde vom Kirchengemeinderat selbst in die Wege geleitet und von Kirchenpfleger Eugen Lauser ausgeführt.
Mit der Sanierung wurde am 21.Juni 2012 begonnen. Viele ehrenamtliche Helferstunden waren notwendig, um die Kosten zu drücken und einen reibungslosen Übergang der verschiedenen Schritte zu gewährleisten. Trotz der anstehenden Urlaubszeit waren alle dabei. Die Handwerker, die freiwilligen Helfer und auch der Pfarrer und der Kirchengemeinderat. Kurzfristige Änderungen und Erweiterungen wurden während der Sanierungsarbeiten zeitnah beschlossen und erledigt. So kam es, dass nach kurzer Zeit alles Hand in Hand ging. Alle Handwerker sind regional verortet und alle waren dabei.
Auch der Orgelbauer Fa. Mauch aus Schwäbisch Hall hat die Orgel unmittelbar nach der Einweihung unserer Kirche saniert.


Am 30.09.2012

wurde die Christuskirche rechtzeitig zum Erntedankfest wieder eingeweiht. Das Ergebnis dieser Sanierung ist beachtlich. Wir haben eine sehr gut funktionierende neue Heizung einschließlich einer speziellen Heizung für unsere
Organisten und zusätzliche Beleuchtung im Kirchenschiff; einen aufs Feinste aufgearbeiteten „alten“ Dielen-Fußboden im Kirchenschiff und im Turmzimmer ; einen neuen Teppichboden, der sich vom Eingang her bis zum Altar ausbreitet und damit den Blick zum Altar und Kreuz lenkt; und eine neue variable Medientechnik, die das Zusammenspiel mit Mikrofonen, Musikinstrumenten und Lautsprechern sehr gut gewährleistet und unabhängig eine Vielzahl von Instrumenten integrieren kann. Die Bereiche Altar, Kanzel, Fenster und Holzverkleidungen wurden nicht erneuert, sie
bekamen aber einen neuen seidenglänzenden Anstrich.
Die Kosten der Renovierung betrugen 60.972,-€, davon 6.540,-€ in Eigenleistung. Der Hauptanteil von 36.000,-€ ging in die Heizung, 7.000,-€ in die Medientechnik. Die Sanierung der Orgel kostete 5.307,-€. Zuschüsse kamen von der Landeskirche mit 19.000,-€ und vom Kirchenbezirk mit 5.000,-€. Spendeneingänge für die Sanierung waren 9.222,-€ hoch, nach Abzug der Eigenleistungen wurde der Rest von 21.210,- aus Eigenmitteln und Rücklagen aufgebracht.

Bereits 2 Jahre später hat der Kirchengemeinderat angedacht, die Außenbeleuchtung des Gemeindehauses zum Jugendbereich im Untergeschoss zu verbessern. Die Pollerleuchten von 2004 hielten nicht mehr, eine war schon ganz weg und die Ausleuchtung ließ zu wünschen übrig. Am 18.04.2014 beschließt der Kirchengemeinderat einstimmig, am Weg zum Jugendraum 2 Pollerleuchten und am Parkplatz 1 Mastleuchte zu installieren. Aus 2 Pollerleuchten wurden dann aber 3. Die Fa. Wankmüller aus Neuenbürg hatte eine entsprechende Lichtberechnung vorgelegt.
Auch hier waren wieder freiwillige Helfer dabei, die Grab- und Fundamentarbeiten zu erledigen, damit die Leuchten stabil befestigt werden konnten. Am Ende war dann die Beleuchtung sehr gelungen und alle zufrieden. Die Maßnahme konnte dann Ende 2015 abgeschlossen werden, die Kosten hierfür beliefen sich auf 6.369,-€.


Immer wieder war dem Kirchengemeinderat das Thema Jugend sehr wichtig. Die gemischte Jungschar gab es schon seit den 90er Jahren mit Fr. Birkhold im Turmzimmer der Christuskirche. Durch den Neubau des Gemeindehauses wurde dies
intensiviert. Ab dem 15.11.2004 wurden 2 Jungschargruppen angeboten, eine bis zur 3. Schulklasse und eine ab der 4.Klasse. Im Jahr 2008 waren es bereits über 20 Kinder in der Jungschar und sie wurden auch von einer FSJ-Kraft des EC-Verband Dobel begleitet. Bei den Haushaltsberatungen für 2008 wurde auch vom Kirchenbezirksausschuss eine Förderung einer FSJ-Kraft für die Jugend signalisiert. Ab 01.09.2008 wurde dann die 1. FSJ-Kraft für Dennach und Schwann gemeinsam eingestellt. Die Förderung des KBA(KirchenBezirksAusschuss) wurde für max. 2 Jahre gewährt.
Dennach übernahm die Verwaltung hierfür. Später, ab 01.09.2010, wurde die Verwaltung von der Kirchengemeinde Schwann übernommen. Dadurch kam man in den Genuss von weiteren 2 Jahren Förderung.


Ab 2011 kamen die Kirchengemeinden Dennach und Schwann in die Auswahl zu einem Jugendreferenten. Am 03.07.2011 wurde Jan Hunsmann als Jugendreferent den Gemeinden vorgestellt und zum 01.09.2011 eingestellt. Die Finanzierung war geregelt und läuft auch die 1. 2 Jahre über die Kirchenpflege Dennach, danach über Schwann.
Jan Hunsmann soll für die nächsten 4 Jahre alle Jugendgruppen in Dennach und Schwann unterstützen und begleiten. Das war für die Jugendarbeit das Beste, was unseren Kirchengemeinden Dennach und Schwann passieren konnte.

Seit Bestehen der selbständigen Kirchengemeinde und der Christuskirche Dennach im Jahr 1903 hatten wir 9 Pfarrer, die die Geschicke, das Wort Christus und das Wohl der Kirchengemeinde weitergetragen haben. Es waren von


- 1903 – 1922 Hr. Gottlob Katzmaier
- 1922 – 1930 Hr. Erich Mayer
- 1931 – 1940 Hr. Hohnecker
- 1942 - ? in den Kriegsjahren Vertretung durch Hr. Erich Kemmler
- 1946 – 1956 Hr. Karl Gengenbach
- 1957 – 1962 Hr. Werner Richter
- 1963 – 1978 Hr. Dieter Vallon
- 1979 – 2005 Hr. Dieter Frey
- 2005 – heute Hr. Friedhelm Bühner


Die Mitgliederzahlen der ev. Kirchengemeinde Dennach waren in der Vergangenheit immer ein auf und ab. Aus früheren Zeiten ist nur noch die Zahl von 1903 bekannt = 405 Glieder. Im Vortragsbuch Dennach wurden seit 31.12.1967 die Zahlen festgehalten. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Kirchengemeinde 429 Glieder. Der Höhepunkt war Anfang der 80er Jahre mit 535 Gliedern in 1981 und 1982. Zum 31.12.2015 waren es dann noch 380 Glieder. Dies ist auch der Grund, an eine Fusion der Kirchengemeinden Schwann und Dennach zu denken.
Bereits im Jahr 2007 haben die Kirchengemeinden Schwann und Dennach mit Pfarrer Friedhelm Bühner ein gemeinsames Leitbild entwickelt und in 2015 untermauert: „Wir wollen den Mitgliedern unserer Kirche eine geistliche Heimat bieten und noch mehr Menschen für Jesus gewinnen“ Der Blick nach innen und nach außen ist uns wichtig. Der Blick auf Jesus will uns motivieren, korrigieren und nicht zuletzt vor der Auswirkung von Enttäuschungen schützen.
Die Vorbereitung der anstehenden Gemeindevisitation 2015 stand auch im Zeichen einer möglichen Fusion. Man wird nicht darum herumkommen, an spätere Fusionen zu denken. Der Rechenschaftsbericht der Synode zeigt auch, dass es 2018 Veränderungen geben wird. Eine Struktur-Debatte soll den Wandel stärken. Eine mögliche Fusion sollte in den Gemeindeleitungsbericht aufgenommen werden. Dort wurde dann auch das Dekanat Neuenbürg und der Oberkirchenrat Stuttgart gebeten, die Fusion mit der Kirchengemeinde Schwann in die Wege zu leiten.


Am 20.04.2016 fand dann eine gemeinsame Kirchengemeinderatssitzung Schwann und Dennach mit Hr. Hermann vom Oberkirchenrat statt zur Vorbereitung der geplanten Gemeindefusion zum 01.01.2017.
Anlässlich der geplanten Fusion der Evang. Kirchengemeinde Dennach mit der Evang. Kirchengemeinde Schwann fand am 17.07.2016 eine Gemeindeversammlung nach dem Gottesdienst statt. Die Kirchengemeindeglieder wurden persönlich eingeladen mit dem Schreiben zum freiwilligen Gemeindebeitrag 2016 sowie durch öffentliche Bekanntmachung im Stadtboten, Abkündigung und Aushang im Schaukasten. Ziel der Gemeindeversammlung war eine offene Aussprache.

Am gemeinsamen Klausurtag Schwann-Dennach am 10.09.2016 wurden die Einzelheiten der Fusion besprochen. Die Fusion muss ein geistliches Ziel haben. Am 20.07.2016 wird in der gemeinsamen Kirchengemeinderatssitzung folgender Beschluss seitens Dennach einstimmig beschlossen:
- Der Kirchengemeinderat der Evang. Kirchengemeinde Dennach bittet den Evang. Oberkirchenrat um die Fusion mit der Evang. Kirchengemeinde Schwann mit Wirkung vom 1. Januar 2017 durch Anschluss der Evang. Kirchengemeinde Dennach/Körperschaft des öffentlichen Rechts an die Evang. Kirchengemeinde Schwann/Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Evang. Kirchengemeinde Schwann soll umbenannt werden in Evang. Kirchengemeinde Schwann-Dennach. Die Zahl der gewählten Mitglieder des Kirchengemeinderats Schwann wird um fünf auf 12 gewählte Mitglieder erhöht. Die freien Sitze werden gemäß § 33 Abs. 2 Wahlordnung durch Nachwahl des Kirchengemeinderats Schwann besetzt. Die nachzuwählenden Mitglieder des Kirchengemeinderats müssen gemäß § 13 Abs. 1 Kirchengemeindeordnung aus dem Ort Dennach kommen. Die Gemeindeglieder wurden in einer Gemeindeversammlung am 13. Juli 2016 in Schwann und am 17.07.2016 in Dennach angehört.
- Der Oberkirchenrat wird gebeten, die Zahl der gewählten Mitglieder des Kirchengemeinderats der Evang. Kirchengemeinde Schwann-Dennach zur Kirchengemeinderatswahl 2019, in Abweichung von den Richtzahlen nach Nr. 14 AVO zur Kirchengemeindeordnung, auf 10 festzulegen.
- Das Dekanatamt wird gebeten, die Verteilung der Sitze der gewählten Mitglieder des Kirchengemeinderats gemäß § 13 Abs. 1 Kirchengemeindeordnung wie folgt festzulegen: 7 Sitze sollen auf den Ort Schwann entfallen und 3 Sitze auf den Ort Dennach.
Der ev. Oberkirchenrat hat der Fusion am 30.09.2016 zugestimmt.
Die Kirchengemeinderäte Schwann und Dennach sind mit der Zustimmung des ev. Oberkirchenrats Stuttgart einverstanden.


Der Fusionsgottesdienst findet am 08.01.2017 in Dennach statt.


03. 01.2017
Gez. Eugen Lauser, ev. Kirchenpfleger a.D. Dennach
Zusatz:
Die Ausführungen vom Anfang bis zum Jahr 1966 stammen aus früheren Berichten.
Die Angaben seit 1976 bis heute stammen aus Unterlagen der Kirchenpflege Dennach.