Eine Zeitreise durch unsere Dorfgeschichte

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Dennach - von der „Stelle mit Tannen“ (Tenech)

zum ausgezeichneten Erholungsort mit Prädikat
Auf dem Rücken des Lindenberges, in einer Höhenlage von etwa 600 bis 709 M.ü. NN liegt der kleine Ort auch heute noch umsäumt von Wald. Zu der Tanne als Namensgeber haben sich bis heute weitere Nadel- und Laubbäume gesellt und bilden einen Mischwald mit reizvollen Ansichten zu jeder Jahreszeit.


Die Gründungsform der Siedlung Thennach (=andere mittelalterliche Schreibweise von Dennach)

als Waldhufendorf ist in Teilen entlang der Hauptstrasse noch gut erkennbar. Die Anfahrt von dem Nachbarort Straubenhardt kommend fordert dem Reisenden auf dem letzten Anstieg an den Herzogswiesen vorbei eine ordentliche Steigung von 13 % ab, bevor das Ensemble aus dem Alten Schulhaus, der zugehörigen Lehrerwohnung und der Schwabentorhalle das Ortsbild eröffnet. Im Süden führt die Durchgangsstrasse am Friedhof vorbei den motorisierten Verkehr zum heilklimatischen Kurort Dobel. Wanderer und Naturliebhaber wählen eher den berühmten „Westweg“ des Schwarzwaldvereins und streifen dabei gerne einen spektakulären Aussichtspunkt am Waldrand von Dennach: die „Enzkreisspitze“, an deren Stelle bis 1948 ein hölzerner Aussichtsturm stand und zu allen Zeiten den Blick weitete. Bei guter Sicht liegen die Rheinebene, die Vogesen, der Pfälzerwald und weiter nördlich die Höhen des Odenwaldes vor dem Betrachter.


Die 700 Einwohner (Stand 2017) sind seit jeher für ihr reges gesellschaftliches Leben bekannt.

Vielleicht gerade durch die isolierte Lage auf der Höhe sind die Vereine, Kirche, Feuerwehr und andere Gruppen Keimzelle und Motor für Feste und kulturelle Veranstaltungen aller Art.
Herausragend dabei ist die seit 1952 ohne Unterbrechung durchgeführte „Dennacher Märchenbeleuchtung“. Ein Wochenende lang im Sommer verwandelt sich die Umgebung um das Schulhaus in eine Lichterfest mit lebendigen Märchengestalten. In über 20 Spielszenen verzaubern viele Laiendarsteller zum Teil schon in dritter Generation die von weither angereisten Besucher mit Grimms Märchen und neueren Erzählungen.


Weit über die Grenzen der Ortschaft hinaus bekannt sind auch die Faustball – Erfolge des TSV Dennach. In der Ersten Bundesliga inzwischen etabliert, beheimatet der TSV auch Europa- und Weltmeisterinnen im Verein. Als ältester aktiver Verein am Ort ist der Turn- und Sportverein nach wie vor ein Fixpunkt im Gesellschaftsleben. Der Musikverein „Lyra“, der Gesangverein „Edelweiss“, die Kleintierzüchter und sogar eine eigene Hästrägergruppe – der „Dennacher Troll“ e.V. sorgen mit ihren Veranstaltungen im Jahresverlauf dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Ein Heimat- und Geschichtsverein „Schwabentor“ kümmert sich seit 25 Jahren um das Bewahren der ortstypischen Andenken, immer mit dem Blick über den Dorfrand hinaus, denn „Ein Dorf ist keine Insel“, wie auch der Buchtitel der von dem Verein herausgegebenen Chronik verheißt.

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Die Lebensgrundlage

der Bewohner war früher stark vom Wald und seinen Erzeugnisse geprägt. Neben den typischen Holzgewinnungs- und –verarbeitungsgewerben waren in kleinerem Umfang auch Landwirtschaft, Fuhrbetriebe und zwischen 1815 und 1840 auch der Eisenerzabbau betrieben worden. Mit dem aufkommenden Fremdenverkehr in den 1950er und 1960er Jahren boten mehrere Gastwirtschaften und zunehmend auch Privatleute den Erholungssuchenden Unterkunft und Verpflegung an. Auch in der heutigen Zeit wissen viele Besucher das milde Reizklima auf dem Rücken des Lindenbergs zu schätzen, wie die ansteigenden Wandererzahlen und die gut gebuchten Gästezimmer des Ortes neuerdings ausweisen.

 

Eingliederung Dennachs zu Neuenbürg

Dennach wurde 1975 im Zuge der Gemeindereform in die Stadt Neuenbürg eingegliedert. Mit einer Gemarkungsfläche von 1182 Hektar – davon rund 85 Prozent Waldanteil – brachte der kleine Höhenort eine beachtliche Mitgift in die Kommune ein, und stellt bis heute mit 42% den mit Abstand größten Flächenanteil an der Gesamtgemeinde.


Quellen: „Ein Dorf ist keine Insel“ HGV Dennach 1. Auflage 1998; Heimatbuch Neuenbürg;
Pforzheimer Zeitung Sonderveröffentlichung 1988